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Relaunch von Websites – die Stolperfallen

Vor allem in Hinblick auf das Thema SEO, stellt der Relaunch einer Website ein heikles Thema dar. Denn es kommt darauf an, wie viel Sichtbarkeit der Shop Betreiber sich bereits mit seiner alten Webseite erarbeitet hat. Unter Umständen werden hart erarbeitete Rankings und gute Ladezeiten riskiert oder der Onlineshop verliert Sichtbarkeit durch eine fehlerhafte Indexierung.

Onlineshop Betreiber, die einen Relaunch wagen, die stellen damit vieles in Frage. Von den Inhalten, über die Navigation, Architektur bis hin zum Design steht alles plötzlich zur Diskussion und unter Umständen kommt es zu einer kompletten Änderung.

Selbst die Übernahme der Einstellungen aus der Testumgebung – Stichwort „noindex“ – Fehler innerhalb einer neuen Seitenstruktur oder falsche Weiterleitungen können einen Relaunch zum Desaster machen. Das Ende vom Lied ist, dass der Schalter umgelegt und der gewünschte Effekt in Form von gleichbleibenden oder verbesserten Rankings in den Suchergebnissen ausbleibt.

Absturz statt Höhenflug – häufige Fehler beim Relauch

Im Kreis der online Marketing Experten gibt es warnende Stimmen zum Thema Relaunch. Doch wo liegen die Gefahren?

Kurz gesagt, schon allein der Gedanke an einen Webseiten-Relaunch treibt den meisten der Marketing-Experten den Schweiß auf die Stirn. Auch der Online-Shop der SOURCE GmbH für Werbeartikel kann davon ein Lied singen. Der Onlineshop nahm seinen Relaunch im Oktober 2018 vor, bei dem sich sämtliche Produkt-URLs (50k) verändert haben. Die Folge: Der Sichtbarkeitsindex halbierte sich.

Folgende Punkte listet Rhys Davies von Search Engine Watch auf:

  • Irrationalismus, anstelle von Benchmarking und Setzen von klaren Zielen
  • Strategisch wichtiger Content wird unüberlegt entfernt
  • Fehler beim Redirect
  • Fehler in der Keyword-Strategie bzw. Entfernen von erfolgreichen Meta-Tags
  • Beim Webcontrolling fehlt die Konsistenz

Was also tun, damit das nicht passiert und der Neustart entspannt und mit Erfolg vonstattengeht? Ganz einfach: mit einer sorgfältigen Planung, einem kompetenten Team und den passenden Tipps für einen erfolgreichen Relaunch.

Die SEO vor dem Relaunch ist wichtig!

Im Alltag der SEO-Agenturen stellt ein Relaunch einer Webseite eine spannende Herausforderung. Besonders in Bezug auf die Suchmaschinenoptimierung. Oft wird aufgrund geringer Budgets versucht, an falscher Stelle zu sparen, mit der Folge das sich Rankings und Traffic sowie der Sichtbarkeitsindex, und die Umsätze deutlich verschlechtern. Die Fehlerquellen lauern an jeder Ecke.

Während eines Relaunches bietet sich den Shop Betreibern die Chance, die Suchmaschinenoptimierung des Shops anzupassen. Hier gibt es hinsichtlich der Onpage SEO und Offpage SEO einige Punkte zu beachten. Beispielsweise geht es bie der Onpage SEO um die Punkte URL-Struktur, Content, Interne Verlinkungen, Meta Tags, sprechende URLs und die Implementierung der Sitemap. Die bestehenden Backlinks sollten im Bereich der Offpage SEO auf ihre Seriosität überprüft werden. Im Rahmen eines Detoxings ist es möglich schädliche Backlinks zu entfernen.

5 weitere wichtige Tipps für den erfolgreichen Relaunch

Damit es zu keinen Ausfallzeiten kommt oder zu Fehlern ist es wichtig, dass die Altsysteme während des Relaunch parallel im Betrieb bleiben. Allerdings gibt es einige Stolpersteine und diese sollten unbedingt beachtet werden:

1. 301-Weiterleitungen einrichten

Sicherlich sind die 301-Weiterleitungen bei einem Relaunch das wichtigste. Denn sie sorgen bei einer geänderten URL dafür, dass die Signale der alten Seite auf die neue übertragen werden. Vor dem Go Live sollten die Weiterleitungen unbedingt getestet werden.

2. Die Beachtung der Google-Richtlinien

Aus den Google-Richtlinien ist es möglich, die Anforderungen an die neue Webseite abzuleiten, wie Barrierefreiheit und verschlüsselte HTTP-Verbindungen. Es ist ebenfalls interessant, relevanten Content nicht zu verstecken, da durch die Nutzung von Tabs, auf den Produktdetailseiten die relevanten Inhalte entwertet werden.

3. Kritische Prüfung der Seitentypen

Vor dem Relaunch sollte die unterschiedlichen Seitentypen der Webseite segmentiert und überprüft werden, welche Teile für über- und welche unterdurchschnittliche SEO Ergebnisse sorgen. Machen die Produktseiten nur 5% der organischen Traffic aus, dann ist das in der Regel zu wenig. In dem Fall müssen die Seiten kritisch hinterfragt werden: Sind die Suchbegriffe auf die Seiten ausgerichtet? Sind genügend Inhalte vorhanden?

4. Mobile First und Geschwindigkeit nicht vergessen

Bei dem Relaunch der Webseite sollte keinesfalls die Mobiltauglichkeit vergessen werden. Zudem ist es ebenso wichtig, dass der User schnell und effizient auf der Seite unterwegs ist. Des Weiteren ist die Ladegeschwindigkeit ein Punkt, der immer wichtiger wird.

5. Markups nutzen

In Zukunft werden die strukturierten Daten wahrscheinlich immer wichtiger werden. Daher sollten alle relevanten Schemata implementiert werden, die von dem Suchmaschinenbetreiber Schema.org festgelegt wurden. Beispielsweise sind das bei den Shops, Product, Offer, Review und Aggregate Rating.

Fazit ist: zuerst überprüfen, ob ein Relaunch erforderlich ist

Kommt es zu gravierenden technischen Änderungen bei einer Webseite, eben wie bei einem Relaunch, dann birgt das erhebliche Risiken. Daher sollte ein jeder vorab überprüfen, ob es notwendig ist, schwerwiegende Änderungen wie einen CMS-Wechsel oder einen Domain-Wechsel vorzunehmen.

Ansonsten ist es besser, das Webkonzept und den Webcontent schrittweise und evolutionär weiterzuentwickeln. Ein guter online Marketer macht das auf jeden Fall und für ihn sind gravierende technische Änderungen wie ein Wechsel des CMS-Systems die letzte Wahl – wenn ansonsten nichts mehr geht.

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