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Social Media Nutzung ist Neuland für die deutsche Wirtschaft

Social Media haben deutsche Unternehmen noch nicht als wichtige Plattform erkannt: 47 Prozent sind auf sozialen Netzwerken kaum oder gar nicht vertreten. Zu diesem Schluss kommt die Randstad-ifo Personalleiterbefragung, die unter Vertretern von Unternehmen aller Größen und Branchen durchgeführt wird.

Kleine Unternehmen ergreifen Online-Chancen nicht

„Das Internet ist für uns alle Neuland“, sagte Angela Merkel vor fünf Jahren und erntete online dafür reichlich Hohn und Spott. Wenn es um deutsche Unternehmen geht, liegt die Regierungschefin aber richtig. Denn diese nutzen die Möglichkeiten des Internets häufig nicht.

Ein wichtiger Vorteil der sozialen Netzwerke ist, dass auch kleine Unternehmen mit interessanten Ideen und gut gestalteten Auftritten große Aufmerksamkeit erzeugen können. Sie können ihre Kunden direkt erreichen und ihr Unternehmen als Marke bekannt machen.

Allerdings nutzen zahlreiche Unternehmen in Deutschland diese Möglichkeiten nicht aus: Nur etwa 49% der Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten nutzt die sozialen Medien. Bei den Unternehmen über 500 Mitarbeitern sind es 71%. Zumindest in Deutschland gehört das Internet somit den Großen.

Warum nutzen Unternehmen Social Media nicht?

Die Gründe für die Nichtnutzung liegen in einer unklaren Digitalstrategie, erklärt Sebastian Seyberth, Social Media Expert bei Randstad Deutschland: „Häufig sind Führungskräfte vom Sinn sozialer Medien nicht überzeugt oder wissen nicht, wie sich diese produktiv einsetzen lassen. Dabei können alle Unternehmen, unabhängig von Größe oder Branche, mit einer durchdachten Social-Media-Strategie dazugewinnen.“

Das verarbeitende Gewerbe setzt nur zu etwa 45% auf eigene Social-Media-Kanäle. Im Handel und im Dienstleistungsbereich dagegen sind etwa zwei Drittel der Unternehmen in den sozialen Netzwerken aktiv. Das liegt vor allem am Kundenkreis, so Sebastian Seyberth: „Für ein verbraucherorientiertes Unternehmen, etwa ein Ladengeschäft, ist eine starke Präsenz in sozialen Medien wichtiger als für einen Maschinenbauer, der an andere Unternehmen verkauft.“

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